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Bei der Jahresgebühr darf ein Betreuungsgericht das Behindertentestament nicht berücksichtigen

Ein Betreuuungsgericht errechnet die jährlichen Gebühren für eine betreute Person anhand der Höhe des Vermögens. Das OLG München hat mit Urteil vom 18. Januar 2019  entschieden, dass ein Behindertentestament nicht zum Vermögen zu rechnen ist, wenn die betreute Person nicht befreiter Vorerbe des Behindertentestaments bei gleichzeitig angeordneter Dauertestamentsvollstreckung ist.

Nach der Entscheidung des OLG München ist der unter Testamentsvollstreckung stehende Nachlass nicht zu berücksichtigen, weil nicht der Nachlass, sondern nur die Rechte des Erben gegenüber dem Testamentsvollstrecker Gegenstand der Betreuung sind.

Aktuelles

Fällt die 100.000 € Grenze beim Elternunterhalt?

Die Bundesregierung erwägt im Zusammenhang mit der für 2027 vorgesehenen Reform der Pflegeversicherung auch die 2020 eingeführte Einkommensgrenze beim Elternunterhalt zurückzunehmen.

Susanne Janssen und Thomas Staudacher 2023, 2024, 2025 und 2026 von FOCUS als TOP-Fachanwälte empfohlen

Beide Partner der Kanzlei Janssen & Staudacher werden 2023, 2024, 2025 und 2026 in Folge vom Nachrichtenmagazin FOCUS als Top-Anwälte Deutschlands empfohlen. Damit zählen Susanne Janssen und Thomas Staudacher zu den empfohlenen Anwälten für Sozialrecht in Deutschland.

LG Ellwangen 20.11.2025: Rechenschaftsanspruch der Erben kann in Vorsorgevollmacht ausgeschlossen werden

Viele Familien regeln die Vermögensvorsorge über General- und Vorsorgevollmachten. Das LG Ellwangen (Urt. v. 20.11.2025 – 3 O 185/25) hat nun klargestellt: Enthält eine transmortale Vollmacht eine ausdrückliche Klausel, dass der Bevollmächtigte nur gegenüber dem Vollmachtgeber, nicht aber gegenüber Dritten – also auch nicht gegenüber Erben – rechenschaftspflichtig ist, so geht nach dem Tod kein Rechenschaftsanspruch auf die Erben über. Anwaltliche Beratung im Bereich Erbrecht und Vorsorgerecht wird dadurch noch wichtiger.