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Die Trennung vom Partner und manchmal auch von den Kindern ist ein einschneidendes Erlebnis, das selten ohne Streit vonstatten geht. Wir beraten Sie kompetent und umfassend zu allen Fragen im Zusammenhang mit einer Trennung: Unterhaltszahlungen, Nutzung der Wohnung, Aufteilung der Bankkonten, Kontakt zu den Kindern und vieles mehr. Rufen Sie uns einfach an oder vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Büroteam.

 

Wenn Sie einen Beratungstermin vereinbaren möchten, rufen Sie uns am besten an. Schon vorher beantworten wir gern am Telefon oder per E-Mail die wichtigsten Fragen: ob Sie mit Ihrem Anliegen bei uns richtig sind, welche Unterlagen Sie mitbringen sollten und was die Beratung kostet. Dieses Telefonat ist für Sie kostenlos. Wir freuen uns auf Sie.

 

Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie gleich hier.

Was kostet eine Scheidung?

Die Kosten eines Scheidungsverfahrens setzen sich aus den Anwaltskosten und den Gerichtskosten zusammen. Beide werden nach dem Gegenstandswert berechnet. Für den Gegenstandswert der Ehescheidung wird das Einkommen beider Ehegatten und das Vermögen berücksichtigt, das sie zum Zeitpunkt der Antragstellung haben.

Um den Gegenstandswert der Scheidung zu errechnen, wird das Einkommen beider Ehegatten addiert. Dann wird für jedes Kind in der Regel 250 bis 300 € vom Einkommen abgezogen und anschließend wird das Ergebnis mit 3 multipliziert. Gibt es außerdem ein Vermögen, dann wird nach Abzug eines Freibetrags ein Wert von 5 % des Vermögens zum Gegenstandswert hinzugerechnet.

 

Berechnung der Scheidungskosten – ein Beispiel

Einer der Ehegatten verdient 2.000 €, der andere 1.000 €. Die beiden haben ein gemeinsames Kind, jedoch kein Vermögen. In diesem Fall wird der Gegenstandswert der Scheidung folgendermaßen berechnet: 2.000 € + 1.000 € = 3.000 € - 300 € = 2700 € x 3 = 8.100 €.

 

Hinzu kommt der Versorgungsausgleich: Angenommen, jeder der beiden Ehegatten ist gesetzlich versichert und hat außerdem eine private Rentenversicherung. Damit verfügen sie zusammen über 4 Rentenanwartschaften. Um den Gegenstandswert der Scheidung zu errechnen, werden pro Rentenanwartschaft 10 % des dreifachen Monatseinkommens angesetzt: 2000 € +1000 € = 3.000 € x 3 = 9.000 € x 4 x 10 % = 3.600 €.

 

Zusammen ergibt dies einen Wert für Scheidung und Versorgungsausgleich von 11.700 €. Die Anwaltskosten werden dann der Gebührentabelle entnommen, entsprechend dem Gegenstandswert: Das sind im oben errechneten Beispiel 1.530 € netto zzgl. Ust. = 1.820,70 € brutto.

 

Hinzu kommen die Gerichtskosten: für jeden der beiden Ehegatten 267 €, also insgesamt 534 €. Die Gerichtskosten müssen zunächst vom antragstellenden Ehegatten als Vorschuss eingezahlt werden.

 

Anspruch auf Trennungsunterhalt

Als Trennungsunterhalt bezeichnet man den Unterhaltsanspruch eines Ehegatten gegen den anderen Ehegatten bei einer Trennung. Er ist nicht zu verwechseln mit Unterhaltsansprüchen gemeinsamer Kinder – diese kann ein Ehegatte gegen den anderen nur in Vertretung der Kinder geltend machen. Ein Anspruch auf Trennungsunterhalt ist nur gegeben, wenn einer der Ehegatten bedürftig ist und der andere Ehegatte leistungsfähig. Der leistungsfähige Ehegatte ist zur Unterhaltszahlung verpflichtet, wenn er von dem bedürftigen Ehegatten unter Fristsetzung zur Zahlung oder zur Auskunft aufgefordert wird (Inverzugsetzung). Beide Ehegatten haben wechselseitige Auskunftsrechte zur Ermittlung eines Anspruches auf Trennungsunterhalt. Auskunft ist zu erteilen über sämtliche Einkommensarten wie z.B. aus angestellter und selbstständiger Tätigkeit, aus Vermietung und Verpachtung und aus Kapital. Der Auskunftsanspruch bezieht sich in der Regel auf den Zeitraum der letzten 12 Monate. Er kann aber bei schwankenden Einkünften auch den Zeitraum der letzten 3 abgeschlossenen Steuerjahre umfassen. Der Anspruch auf Trennungsunterhalt endet, wenn der Scheidungsbeschluss rechtskräftig ist.

 

Der Versorgungsausgleich bezieht sich auf alle Rentenarten

Als Versorgungsausgleich bezeichnet man den Ausgleich der Rentenanwartschaften, die von den Ehegatten während der Ehezeiten erworbenen wurden. Der Versorgungsausgleich wurde mit der Eherechtsreform 1977 in das Familienrecht eingeführt, um die Rechte der Frauen zu stärken. Denn in der klassischen Hausfrauenehe erwarb die Ehefrau während der Ehe oft keine eigenen Rentenanwartschaften. Deshalb drohte ihr vor Einführung des Versorgungsausgleichs bei Scheidung oft die Altersarmut.

 

Für den Versorgungsausgleich hat jeder Ehegatte im Scheidungsverfahren mitzuteilen, über welche Rentenanwartschaften er verfügt. Das gilt für jegliche Art von Renten. Ausgeglichen werden nicht nur die Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung der Deutschen Rentenversicherung, sondern auch betriebliche Rentenanwartschaften, Beamtenpensionen, Anwartschaften in berufsständigen Versorgungswerken und private Rentenversicherungsverträge wie Riester- und Rürup-Renten.

 

Im Anschluss schreibt das Familiengericht sämtliche Rentenversicherungsträger an und bittet um Ermittlung der während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften. Sobald diese Auskünfte von den Versicherungsträgern vorliegen, erfolgt jeweils ein Ausgleich der hälftigen Anwartschaften an den anderen Ehegatten. Bis zur Reform des Versorgungsausgleichs im Jahr 2009 wurden alle Versorgungsanwartschaften addiert und als Ganzes ausgeglichen. Seit 2009 wird jede Anwartschaft einzeln ausgeglichen.

 

Der Versorgungsausgleich ist von Amts wegen durchzuführen, d.h. das Familiengericht muss den Versorgungsausgleich im Rahmen eines Scheidungsverfahrens immer durchführen. Es gibt nur wenige Ausnahmen von diesem Grundsatz, zum Beispiel bei besonders kurzer Ehedauer oder bei Vorliegen ausländischer Anwartschaften.

 

Doch Ehegatten können Vereinbarungen zum Versorgungsausgleich treffen. Beispielsweise können sie die Durchführung des Versorgungsausgleich ganz ausschließen. Das wird oft gemacht, wenn beide Ehegatten verdienen und ein vergleichbares Einkommen erzielen. Ein Ausschluss des Versorgungsausgleichs kann die Dauer des Scheidungsverfahrens um mehrere Monate verkürzen. Die Ehegatten können auch die Durchführung des Versorgungsausgleichs auf bestimmte Rentenansprüche beschränken. Außerdem können sie die Durchführung des Versorgungsausgleichs auf einen bestimmten Zeitraum beschränken. Alle Vereinbarungen der Ehegatten über den Versorgungsausgleich sind allerdings nur wirksam, wenn sie entweder notariell beurkundet wurden oder von den Anwälten beider Ehegatten bei Gericht zu Protokoll gegeben werden.

 

Wie lange dauert eine Scheidung?

Wie lange ein Scheidungsverfahren dauert, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Voraussetzungen für die Scheidung müssen vorliegen, z.B. das Trennungsjahr muss abgelaufen sein. Gibt es einen notariellen Ehevertrag oder eine gesonderte notarielle Vereinbarung, in der ein Versorgungsausgleich ausgeschlossen wurde, dann kann der Gerichtstermin sofort angesetzt werden.

 

Ist der Versorgungsausgleich nicht ausgeschlossen, dann muss das Gericht zunächst die Versorgungsträger anfragen, welche Altersvorsorgeanwartschaften vorliegen. Hierfür müssen beide Eheleute angeben, bei welchem Versorgungsträger sie Rentenzeiten während der Ehe erworben haben. Wenn das jeweilige Rentenkonto noch nicht geklärt ist, z.B. die Ausbildungszeiten und die Kindererziehungszeiten noch nicht geklärt sind, dauert die Anfrage länger. Ist das Rentenkonto schon vollständig geklärt, kann die Anfrage schneller bearbeitet werden. In Berlin dauert es besonders lange, wenn einer oder beide Ehegatten Berliner Landesbeamte sind. Dann braucht das Landesverwaltungsamt teils bis zu einem Jahr für die Ermittlung des Ehezeitanteils der ruhegehaltsfähigen Bezüge.

 

Ein Scheidungsverfahren dauert unter Umständen erheblich länger, wenn bei der Scheidung sogenannte Folgesachen anhängig sind. Das heißt, wenn als Folge der Scheidung weitere Verfahren anhängig sind und hier zunächst Auskünfte erteilt werden müssen.

 

Wie werde ich schneller geschieden?

Wir nutzen für Sie die Möglichkeiten, das Scheidungsverfahren zu beschleunigen. Dies beginnt bereits damit, dass wir den Scheidungsantrag so vorbereiten, dass es möglichst wenige Nachfragen des Gerichts gibt.

 

Wir nutzen für das Einreichen des Scheidungsantrags den elektronischen Rechtsverkehr mit dem Gericht, so dass der Antrag sofort bei Gericht eingeht.

 

Außerdem beraten wir Sie zu allen Faktoren, die bei einer Scheidung das Verfahren verzögern. Wenn das Gericht den Versorgungsausgleich durchführen muss, dauert dies teils mehrere Monate. Die Auskünfte zum Versorgungsausgleich sollten daher so schnell wie möglich erteilt werden. Außerdem ist es in manchen Fällen möglich, nach einer Trennung den Versorgungsausgleich durch notarielle Vereinbarung oder einen gerichtlichen Vergleich auszuschließen.

 

Wie läuft das Scheidungsverfahren ab?

Wir reichen den Scheidungsantrag elektronisch beim Familiengericht ein. Das Familiengericht fordert dann die Gebühren für das Verfahren an und teilt das Aktenzeichen mit. Wenn die Gerichtsgebühren eingezahlt sind, stellt das Familiengericht den Scheidungsantrag der Gegenseite zu. Wenn das Zustellungsdatum feststeht, werden beide Eheleute aufgefordert, den Fragebogen zum Versorgungsausgleich auszufüllen und bei Gericht einzureichen. Das fällt natürlich weg, wenn der Fragebogen zum Versorgungsausgleich bereits mit dem Scheidungsantrag eingereicht worden ist.

 

Anschließend schreibt das Familiengericht die Versorgungsträger an und fordert jeweils eine Auskunft an über die in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften. Sind alle Rentenanwartschaften geklärt, dann setzt das Gericht den Scheidungstermin an, in dem über die Ehescheidung und den Versorgungsausgleich entschieden wird.

 

Im Scheidungstermin, den Sie gemeinsam mit uns als Anwälten wahrnehmen, werden die Eheleute zum Zeitpunkt der Trennung befragt. Außerdem werden sie gefragt, ob sie geschieden werden wollen.

 

Das Gericht spricht im Termin in der Regel die Scheidung aus. Außerdem entscheidet es über den Ausgleich der Rentenanwartschaften im Versorgungsausgleich.

 

Haben beide Ehegatten einen Anwalt, dann kann auf Rechtsmittel verzichtet werden. Wenn nur ein Ehegatte durch einen Anwalt vertreten ist, wird der Scheidungsbeschluss erst rechtskräftig, wenn ein Monat vergangen ist, nachdem der vollständige Scheidungsbeschluss beiden Eheleuten zugestellt worden ist.

 

Scheidung mit einem gemeinsamen Anwalt / Scheidung mit nur einem Anwalt – geht das?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung fragen sich manche, ob jeder Ehepartner einen Anwalt braucht. Eine Scheidung wird natürlich billiger, wenn beide Ehepartner gemeinsam einen Anwalt beauftragen. Doch dies ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Denn Anwälte dürfen aus berufsrechtlichen Gründen keine zwei Parteien vertreten, deren Interessen potentiell in Widerspruch zueinander stehen.

 

Beauftragen Eheleute gemeinsam einen Anwalt, dann muss der Anwalt beide darauf hinweisen, dass er grundsätzlich nur einen vertreten kann. Lassen sich die Eheleute dann doch gemeinsam beraten, darf der Anwalt anschließend nicht mehr einseitig vertreten. Wird die Angelegenheit im Anschluss nicht durch eine einverständliche Scheidungsfolgenvereinbarung abgeschlossen, muss der Anwalt die Tätigkeit für beide Eheleute vollständig beenden. Der Anwalt muss seine Tätigkeit auch dann beenden, wenn während der Beratung widerstreitende Interessen der Eheleute auftreten.

 

Die Folge ist, dass beide Eheleute jeweils einen neuen Anwalt beauftragen müssen, so dass am Ende nicht nur ein Anwalt, sondern drei Anwälte bezahlt werden müssen.

 

Es ist jedoch möglich, dass nur ein Ehegatte einen Anwalt beauftragt. Dieser Ehegatte ist dann der Mandant und der Auftraggeber. Die Beratung für den Auftraggeber kann auch in Anwesenheit des anderen Ehegatten erfolgen. Doch dann muss klargestellt sein, dass nur der eine Ehegatte beraten wird. Dieser muss ausdrücklich damit einverstanden sein, dass der andere Ehegatte anwesend ist, und den Anwalt von seiner Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem anderen Ehegatten befreien.

 

Scheidung ohne Anwalt – geht das?

In Deutschland ist eine Scheidung ohne Anwalt nicht möglich, da eine Ehe nur durch ein Gericht geschieden werden kann. Allerdings gibt es Fälle, in denen Ehegatten nach ausländischem Recht verheiratet sind. Sie können dann nach ihrem Heimatrecht in ihrem Heimatland durch die dort zuständige Behörde geschieden werden. Doch in diesen Fällen ist in der Regel die nachträgliche Anerkennung der Scheidung in Deutschland in einem besonderen Verfahren notwendig.

 

Worin unterscheidet sich die Aufhebung einer Lebenspartnerschaft von der Ehescheidung?

Eine eingetragene Lebenspartnerschaft, die nicht in eine Ehe umgewandelt worden ist, wird vom Familiengericht nicht „geschieden“, sondern „aufgehoben“. Von dieser unterschiedlichen Benennung abgesehen, gibt es so gut wie keine relevanten Unterschiede mehr.

 

Ist die Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt worden, dann wird diese Ehe geschieden. Die Ehedauer wird von Beginn der Lebenspartnerschaft an errechnet. Hat keine Umwandlung stattgefunden oder handelt es sich um eine ausländische Lebenspartnerschaft, dann findet das Aufhebungsverfahren statt.

 

Ich habe im Ausland geheiratet, kann ich mich in Deutschland scheiden lassen?

In den meisten Fällen kann eine im Ausland geschlossene Ehe oder Lebenspartnerschaft in Deutschland geschieden oder aufgehoben werden. Das gilt dann, wenn ein deutsches Familiengericht zuständig ist. Leben die Eheleute in Deutschland, ist ein deutsches Familiengericht fast immer zuständig. Auch wenn einer der Ehegatten oder Lebenspartner deutscher Staatsangehöriger ist, kann er die Scheidung in Deutschland beantragen.

 

Welche Unterlagen brauche ich für eine Scheidung?

Um einen Scheidungsantrag für Sie einzureichen, brauchen wir Ihre Heiratsurkunde, die Geburtsurkunden der Kinder und den Ehevertrag, falls es diesen gibt. Wenn Sie die Heiratsurkunde oder die Geburtsurkunden nicht mehr haben, können Sie diese beim Standesamt anfordern. In Berlin ist das in vielen Fällen auch online möglich: 

https://www.berlin.de/standesamt/urkunde-anfordern/?bezirk

 

Wenn Sie uns bereits bei Antragsstellung den Fragebogen zum Versorgungsausgleich ausgefüllt zugesendet haben, reichen wir diesen bereits mit dem Scheidungsantrag ein.

 

Worüber entscheidet das Gericht zusammen mit der Scheidung?

Bei einer Scheidung gibt es zwei Möglichkeiten, warum ein Familiengericht eine Entscheidung trifft: Das Gericht entscheidet von Amts wegen, das heißt, das Gericht muss grundsätzlich eine Entscheidung treffen, selbst wenn niemand einen Antrag gestellt hat. Ist eine Entscheidung von Amts wegen nicht notwendig, dann trifft das Gericht nur eine Entscheidung, wenn jemand einen Antrag gestellt hat.

 

Bei einem Scheidungsantrag entscheidet das Familiengericht mindestens über die Ehescheidung und in der Regel auch über den Versorgungsausgleich von Amts wegen. In bestimmten Fällen entscheidet das Gericht über den Versorgungsausgleich nur auf Antrag.

 

Über Unterhalt, Zugewinn, Hausrat und die Zuordnung der Ehewohnung entscheidet das Gericht nur dann, wenn ein Antrag gestellt wird. Diese Entscheidung wird gefällt entweder als Folgesache für den Fall der Scheidung oder beim Trennungsunterhalt für die Zeit bis zur Scheidung. Auch über das Sorgerecht und Umgangsrecht entscheidet das Gericht in der Regel nur auf Antrag, manchmal aber auch von Amts wegen, wenn sich besonders gravierende Fragen des Kindeswohls stellen.

 

Welches Familiengericht ist für die Scheidung zuständig?

Meistens ist das Familiengericht zuständig, das für den Bezirk zuständig ist, in dem die Eheleute zuletzt zusammen gelebt haben.

 

In Berlin gibt es vier Familiengerichte: Das größte ist das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg, das für die Bezirke Tempelhof (ohne Schöneberg), Charlottenburg-Wilmersdorf, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Spandau und Friedrichshain-Kreuzberg zuständig ist.

Für Berlin Mitte inkl. Tiergarten und Wedding, Reinickendorf und Pankow/Weißensee ist das Familiengericht Pankow/Weißensee zuständig.

Das Familiengericht Schöneberg ist für Schöneberg (ohne Tempelhof) und Steglitz-Zehlendorf zuständig. Das Amtsgericht Schöneberg ist auch zuständig für die Scheidung von deutschen Eheleuten, von denen keiner in Deutschland einen Wohnsitz hat.

Das Familiengericht Köpenick ist für den Bezirk Treptow-Köpenick zuständig.

Für die Gemeinden im Umland ist jeweils das für den Ort der Ehewohnung zuständige Familiengericht zuständig, beispielsweise das Amtsgericht Nauen für Falkensee, das Amtsgericht Potsdam für Teltow etc.

 

Wann erhalte ich Verfahrenskostenhilfe für die Scheidung?

Verfahrenskostenhilfe wird bei geringem Einkommen und Vermögen gewährt, wenn die Sache Aussicht auf Erfolg hat. Wie hoch das Einkommen sein darf, hängt unter anderem davon ab, wie viele Kinder unterhaltsberechtigt sind, wie hoch die Miete ist und welche besonderen Belastungen es gibt, insbesondere Ratenzahlungen für Schulden.

 

Mehr über die Verfahrenskostenhilfe und das Formular dazu finden Sie gleich hier auf unserer Website: Verfahrenskostenhilfe. Das ausgefüllte Formular müssen Sie unterschreiben und mit Belegen zu allen Positionen dem Anwalt übersenden. Die Berliner Familiengerichte fordern in der Regel neben den Einkommensbelegen und einem Nachweis über die Miete die Kontoauszüge der letzten 3 Monate.

 

Die Verfahrenskostenhilfe deckt bei höheren Gegenstandswerten nur einen Teil der Anwaltsgebühren ab.

 

Wenn das Einkommen etwas höher ist, wird Verfahrenskostenhilfe ggf. auch mit einer Verpflichtung zur Ratenzahlung gewährt, so dass die Verfahrenskosten zurückzuzahlen sind.

 

Das Gericht kann bis zu 4 Jahren nach dem rechtskräftigen Abschluss des Scheidungsverfahrens noch die wirtschaftlichen Verhältnisse überprüfen und, wenn sich diese verbessert haben, die Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe aufheben.