Was tun bei Hartz IV und hoher Miete?

Wenn Sie ALG II beantragen, so stellt sich die Frage, ob Ihre Miete vollständig vom JobCenter übernommen wird. Wir erläutern Ihnen, welche Miethöhe vom JobCenter als angemessen anerkannt wird.

 

Wir beraten Sie, wenn Sie vom JobCenter aufgefordert werden, in eine billigere Wohnung umzuziehen oder auf andere Weise Wohnkosten zu senken (sogenannte Umzugsaufforderung oder Kostensenkungsaufforderung). Wir erläutern Ihnen, was Sie gegen einen derartigen „Zwangsumzug“ unternehmen können.

 

Auch Wohnungseigentümer oder Hausbesitzer haben Anspruch auf Übernahme der Unterkunftskosten durch das JobCenter. Das gilt jedoch nur, wenn das Eigentum angemessen ist. Wir beraten Sie, welche Grenzen für die Angemessenheit einer Eigentumswohnung oder eines Einfamilienhauses gelten und welche Kosten übernommen werden.

 

Besondere Regeln gelten für die Miete (Kosten der Unterkunft), wenn Sie mit Familienmitgliedern zusammenwohnen. Familienmitglieder bilden im Sozialgesetzbuch 2 eine Bedarfsgemeinschaft oder Haushaltsgemeinschaft. Meist werden die Kosten der Unterkunft nach dem Kopfteilprinzip einfach durch die Zahl der Bewohner einer Wohnung geteilt. Jeder hat nur Anspruch auf seinen eigenen Anteil. Doch in bestimmten Fällen gibt es Ausnahmen. Welche das sind und ob in Ihrem Fall ein höherer Anteil der Miete vom JobCenter übernommen wird, erläutern wir Ihnen.

 

Leben Kinder über 25 Jahren mit ihren Eltern in einem Haushalt, so gehören sie nicht zur Bedarfsgemeinschaft, sondern bilden mit den Eltern eine Haushaltsgemeinschaft. Daraus ergeben sich Besonderheiten bei den Kosten der Unterkunft. Übernimmt das JobCenter nur einen Teil der gesamten Miete, sollten Sie das überprüfen lassen. Häufig lässt sich durchsetzen, dass die vollständige Miete übernommen wird.

Portrait

JANSSEN & STAUDACHER

Susanne Janssen
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Thomas Staudacher
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Sozialrecht


Q signet schwarzDAV

 


LSG Berlin-Brandenburg 14.12.2018 - Verjährung von Erstattungen 4 Jahre nach Erstattungsbescheid

Mit einer Entscheidung im einstweiligen Rechtschutz hat das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg entschieden, dass Erstattungsforderungen von Sozialleistungsträgern 4 Jahre nach Erlass des Erstattungsbescheides verjähren.

Weiterlesen ...

BSG erhöht Anforderungen für längere Sperrzeiten

Nach zwei aktuellen Urteilen des Bundesssozialgerichts vom 27.06.2019 muss die Arbeitsagentur vor einer zweiten und dritten Sperrzeit mit sechs und zwölf Wochen Dauer, zuvor den Arbeitslosen konkret über die Rechtsfolgen belehrt haben und über die erste Sperrzeit einen Bescheid erteilt haben.

Weiterlesen ...

Bundessozialgericht: kein Verweis auf den allgemeinen Arbeitsmarkt bei Teilhabe am Arbeitsleben

Das BSG hat mit Urteil vom 12.03.2019 - B 13 R 27/17 R - die Revision der DRV Bund gegen das von Janssen & Staudacher erstrittene Urteil zu Gunsten der Klägerin zurückgewiesen.

Weiterlesen ...