Das Sorgerecht

Sind Eltern miteinander verheiratet, so haben sie das gemeinsame Sorgerecht für ihre Kinder. Leben Eltern bei der Geburt ihres Kindes getrennt, hat zunächst die Mutter das alleinige Sorgerecht. Dann können die Eltern vor dem Jugendamt eine sogenannte gemeinsame Sorgeerklärung abgeben. Väter, die bisher nicht das Sorgerecht für ihr Kind hatten, können das gemeinsame Sorgerecht in einem vereinfachten gerichtlichen Verfahren beantragen. Gerne beraten wir Sie.

 

Leider ist das gemeinsame Sorgerecht auch die Ursache für viele gerichtliche Auseinandersetzungen. Oft ist ein bestimmter Teilbereich des Sorgerechts betroffen, das sogenannte Aufenthaltsbestimmungsrecht. Zu diesem und allen anderen Aspekten des Sorgerechts beraten wir Sie gern.

Das Wohl Ihres Kindes steht an erster Stelle

Alle Berufsgruppen, die an einem Kindschaftsverfahren beteiligt sind, möchten den Kindern vor allem eine unbelastete Beziehung zu beiden Elternteilen ermöglichen. Deshalb soll die Kommunikation zwischen den Elternteilen hergestellt, gefördert und/oder erhalten werden. Streit entsteht am häufigsten im Zusammenhang mit dem sogenannten Aufenthaltsbestimmungsrecht (ABR) und dem Umgangsrecht. Dabei geht es vor allem um Entscheidungen, wo und wie lange sich das Kind oder die Kinder aufhalten und auf welche Weise sie von einem zum anderen Elternteil gelangen.

 

Wir vertreten Ihre Interessen im Zusammenspiel von Gericht, Jugendamt und Beratungsstellen. Dabei haben wir zu jedem Zeitpunkt das Wohl Ihres Kindes oder Ihrer Kinder im Auge.

 

Im Interesse der Kinder gilt im Kindschaftsverfahren inzwischen ein Beschleunigungsgebot: In jedem gerichtlichen Verfahren, in dem um die Gewährung von Umgang oder den Aufenthalt eines Kindes gestritten wird, gibt es den ersten Anhörungstermin innerhalb eines Monats nach Antragstellung.

 

Um die Rechte der Kinder zu wahren, kann das Familiengericht einen Verfahrensbeistand einsetzen, auch Anwalt des Kindes genannt. Dieser ermittelt den Willen des Kindes, um seine Interessen zu schützen und zu vertreten.

Umgang

Allen Eltern, die nicht mit ihrem Kind zusammenwohnen, und auch den Großeltern steht ein Umgangsrecht zu. Das gilt auch für andere Personen, die eine nahe Beziehung zu einem Kind aufgebaut haben. Der Umfang und die Ausgestaltung des Umgangsrechts sind nicht gesetzlich festgelegt und in jedem Einzelfall zu bestimmen. Wir beraten Sie, wie Sie den Umgang gestalten und durchsetzen können, der für Ihr Kind und Ihre Familie der beste ist.

Wechselmodell

Das sogenannte Wechselmodell oder auch Paritätsmodell sieht vor, das ein Kind oder die Kinder etwa zu gleichen Teilen bei beiden Elternteilen leben. Entweder wechseln die Kinder zwischen den elterlichen Haushalten oder die Eltern betreuen ihre Kinder abwechselnd in der ehemaligen Familienwohnung (sogenannte Nest-In-Lösung). Das Wechselmodell erfordert in der Regel eine gute Kommunikation zwischen den Eltern.

Vaterschaftsanerkennung und Vaterschaftsanfechtung

Hat der leibliche Vater die Vaterschaft noch nicht anerkannt oder ist der rechtliche Vater nicht der leibliche Vater, so entspricht die rechtliche Situation nicht der Wirklichkeit. Wir beraten Sie zu allen Fragen der Vaterschaftsanerkennung oder auch Vaterschaftsanfechtung. Oft gibt es in diesem Zusammenhang auch Probleme mit Unterhalt und Umgangsrecht. Wir beraten auch zu den Rechten und Pflichten sozialer Väter und Mütter sowie zu Fragen der Adoption.

Portrait

JANSSEN & STAUDACHER

Susanne Janssen
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Thomas Staudacher
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Sozialrecht


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Änderung der Zahlbeträge zum 01.07.2019 - Düsseldorfer Tabelle Stand 01.01.2019

Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder erhöht sich zum 1. Januar 2019. Die Düsseldorfer Tabelle wurde durch das Oberlandesgericht Düsseldorf hier veröffentlicht. Die Tabelle beruht auf Koordinierungsgesprächen, die unter Beteiligung aller Oberlandesgerichte und der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. stattgefunden haben.

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EU Güterrechtsverordnungen ab 29.01.2019 in Kraft

 

Für Paare, die ab dem 29.01.2019 heiraten, regelt ab dem 29.01.2019 die EU-Güterrechtsverordnung vom 24.06.2016  VO (EU) 2016/1103 welches nationale Recht auf das eheliche Gütterrecht anwendbar ist. Wenn die Eheleute keine Rechtswahl treffen, ist dies in der Regel das Recht des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts, sonst das der gemeinsamen Staatsangehörigkeit und wenn auch dieses keine Anknüpfung liefert, das Recht dem die Ehegatten gemeinsam am engsten verbunden sind.

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Neuer Beschluss des BGH vom 18.01.2017 zum Elternunterhalt

Nach einem Beschluss des BGH vom 18.01.2017 zum Elternunterhalt können Tilgungsleistungen für eine selbstgenutzte Immobilie die zulässige Altersvorsorge mindern.

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